Fütterung des Pferdes bei Arthrose

Fallbeispiel: Arthrose beim Pferd
„Liebes Iwest-Team, Mein 25-jähriger Hengst braucht seit letztem Winter vermehrt Zeit zum Einlaufen, wobei die Hinterhand zu Beginn der Arbeit deutlich steif ist. Am Ende jeder Trainingseinheit wird sein "normales Gangbild von früher" erreicht und auch schwere Lektionen stellen kein Problem dar. Alles deutet auf eine beginnende Arthrose hin. Wie kombiniere ich ihre Produkte in diesem Fall am sinnvollsten? (…). Über eine Beratung zur sinnvollen Kombination wäre ich dankbar. (…). Vielen Dank! Viele Grüße F. M.“
Was ist Arthrose beim Pferd?
Die Arthrose ist (insbesondere im fortgeschrittenen Stadium) eine schmerzhafte Erkrankung eines oder mehrerer Gelenke, die mit einer Schädigung und einem Abbau von Knorpel einhergeht.
Zu wenig bzw. auch eine dünnflüssige, nicht mehr fadenziehende, gesunde Gelenkflüssigkeit kann ihre Aufgabe der Stoßdämpfung und der Versorgung des Gelenkknorpels nicht mehr erfüllen.
Der Knorpel wird in der Folge vermehrt belastet, nicht mehr ausreichend ernährt und dadurch abgebaut. Dieser Prozess schreitet meist lange Zeit unbemerkt voran.
Kommt es aufgrund von ausgedehntem Knorpelverlust zu Schäden am unter der Knorpelschicht liegenden Knochen, reagiert dieser mit Zubildungen: die klassische Arthrose mit Knochenauftreibungen wird im Röntgenbild sichtbar. Mehr zum Thema Arthrose beim Pferd können Sie hier nachlesen.
Die Auslöser für eine sich entwickelnde Arthrose sind vielfältig. Das können unzureichend abgeheilte Gelenkentzündungen, Mehrbelastungen aufgrund von Fehlstellungen, traumatische Knorpelschäden durch z. B. Schnellstarts nach Boxenruhe auf die Weide, wiederholte Überlastungen und ja, auch Übergewicht sein. Zu hohe Belastung, aber auch zu wenig Bewegung können Wegbereiter sein.
Hinzu kommt noch das Alter, in dem sich naturgemäß körpereigene Aufbau- und Abbauvorgänge von körpereigenen Bausteinen wie Proteoglykanen, insbesondere Aggrekan (dieses kann nur der Körper selbst herstellen), nicht mehr die Waage halten und „altersbedingte Verschleißerscheinungen“, sprich chronisch degenerative Veränderungen an den Gelenken, auftreten.
Ist Arthrose beim Pferd heilbar?
Die Antwort ist ein klares Nein, das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass, je nach Ausprägung der Erkrankung, Pferde mit der richtigen Behandlung und einem guten Management trotz ihrer Arthrose gute Chancen für ein aktives, beschwerdefreies Leben haben. Im Folgenden gehen wir auf die Unterstützung durch eine bedarfsgerechte Ernährung ein. Tierärztliche Therapieverfahren können an dieser Stelle nicht vertieft werden.
Fütterung bei Arthrose
Bei Arthrose sollten gezielt alle Gelenkstrukturen (Gelenkschmiere, -knorpel, -stoffwechsel) umfassend unterstützt werden. Ziel ist eine möglichst rasche, dauerhafte Besserung und Wiederherstellung der Beweglichkeit durch Zuführung der entsprechenden Nährstoffe. Arthrose ist leider nicht heilbar, aber der Prozess kann aufgehalten, bzw. verlangsamt werden, so dass ein beschwerdefreies Leben in Bewegung möglich ist.
Hoch verfügbares Magnesium, Aminosäuren, bioaktive Kollagenpeptide, Grünlippmuschelpulver, Glucosamin, ausgewählte Vitamine (Vitamin K1) und Spurenelemente sind wesentliche Nährstoffe für den Gelenkstoffwechsel und in unserem Magnoarthro® enthalten.
Die bei der Arthrose von der Gelenkinnenhaut freigesetzten Entzündungsmediatoren und der Verlust bzw. die Verdünnung der Gelenkflüssigkeit, die zu einer verringerten Stoßdämpfung auf den Knorpel führt, können durch Kollagenpeptide reduziert werden. Diese sind wesentlicher Baustein für Proteoglykane, die einen wichtigen Bestandteil der extrazellulären Matrix (z. B. von Knorpelgewebe) darstellen. Unser Magnokollagen® stellt für diesen Zweck passgenau die benötigten Bausteine zur Verfügung.
Beispielrationen bei Arthrose
Nachfolgend finden Sie eine Beispielration, die sich in vielen Fällen bewährt hat.
Um die in Studien nachgewiesenen positiven Effekte von Kollagenpeptiden zu verstärken, können Sie den Anteil der verabreichten Kollagenpeptide durch die zusätzliche Gabe von Magnokollagen® erhöhen, wodurch sich die benötigte Menge von Magnoarthro® verringert.
Bitte beachten Sie: Bewegung ist für jedes Pferd wichtig. Ganz besonders bei Vorliegen einer Arthrose sollte den Pferden möglichst viel Bewegung ermöglicht werden (z. B. große Laufbox mit angeschlossenem Paddock). Täglich 30 Minuten auf dem Laufband, normales Reiten und peinlich genau darauf zu achten, dass vor Beginn der Arbeit mindestens 15 Minuten Schritt geritten wird, sind weitere Empfehlungen, die sich für uns in der Praxis bewährt haben.
- Basisempfehlung: Magnoarthro® zur Unterstützung des Gelenkstoffwechsels
- Täglich 5 g pro 100 kg KGW
- = 30 g bei 600 kg KGW pro Tag
- Fütterungsdauer: Da Arthrose chronisch ist, empfehlen wir eine Dauergabe.
- Täglich 5 g pro 100 kg KGW
- Rationsergänzung 1: Magnokollagen® zur Unterstützung des Gelenkknorpels und der Gelenkschmiere
- Täglich 15 g pro 100 kg Körpergewicht für einen Zeitraum von 6 Wochen (danach 8 g pro 100 kg KGW)
- = 90 g bei 600 kg KGW pro Tag (danach 48 g bei 600 kg KGW)
- Fütterungsempfehlung und -dauer: Wir empfehlen die dauerhafte Gabe mit angefeuchtetem oder öligem Futter.
- Täglich 15 g pro 100 kg Körpergewicht für einen Zeitraum von 6 Wochen (danach 8 g pro 100 kg KGW)
- Rationsergänzung 2: Magnoflexal® zur Beruhigung beanspruchter Gelenke
- Täglich 5 g pro 100 kg Körpergewicht (für die Zeit von 4 bis 6 Wochen)
- = 30 g bei 600 kg KGW pro Tag
- Täglich 5 g pro 100 kg Körpergewicht (für die Zeit von 4 bis 6 Wochen)
Anmerkung: Unsere Beispielrationen bilden allgemeine Empfehlungen ab, ohne an dieser Stelle weitere Faktoren wie z. B. das Gewicht, das sportliche Leistungsniveau oder für den jeweiligen Einzelfall wichtige Sachverhalte berücksichtigen zu können. Diese berücksichtigen wir gerne für Sie im Rahmen unserer individuellen Fütterungsberatung. Sprechen Sie uns an und wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine für Ihr Pferd geeignete Fütterungsstrategie.
Zusatzinfo: Bewegung und Arthrose
Bewegung ist für jedes Pferd wichtig. Ganz besonders bei Vorliegen einer Arthrose sollte den Pferden möglichst viel Bewegung ermöglicht werden (z. B. große Laufbox mit angeschlossenem Paddock). Täglich 30 Minuten auf dem Laufband, normales Reiten und peinlich genau darauf zu achten, dass vor Beginn der Arbeit mindestens 15 Minuten Schritt geritten wird, sind weitere Empfehlungen, die sich für uns in der Praxis bewährt haben.



