Fütterung des Pferdes mit Gelenkentzündung

Eine Gelenkentzündung ist ein schmerzhafter Vorgang des Gelenks, bei dem der Knorpel in Mitleidenschaft gezogen ist. Bild: Slawik

Fallbeispiel: Gelenkentzündung beim Pferd

„Hallo liebes Iwest-Team,

Meine 4-jährige Haflingerstute hat eine Entzündung im Fesselgelenk (durch Szintigraphie und Anästhesie in der Klinik festgestellt). Neben der gezielten Behandlung des Gelenks möchte ich gerne mit Ihren Produkten unterstützen, da ich schon bei meinem älteren Quarterwallach super von Ihnen beraten worden bin und sehr zufrieden mit den Produkten war.“

Was ist eine Gelenkentzündung?

Anatomisch gesehen sind Gelenke Verbindungsstrukturen zwischen Knochen, wobei die Knochen mit Gelenkknorpel überzogen (Stoß puffernde und Reibung minimierende Funktion) und von einer mit visköser Gelenkflüssigkeit (Gelenkschmiere) gefüllten Kapsel umschlossen sind. Ein Merkmal gesunder Gelenke ist, dass wir sie so gut wie nicht spüren. Die Matrix eines gesunden Knorpels saugt sich wie ein Schwamm mit Gelenkflüssigkeit voll, so dass ein elastischer und damit belastungsfähiger Knorpel immer eine biegungselastische Struktur aufweist und somit Stöße problemlos abfangen kann.

Ursachen einer Gelenkentzündung sind in der Regel kurzfristige Traumata, wie z. B. das Treten in ein Loch, Überdehnen, Überdrehen von Gliedmaßen u. a. m., kurzum wenn die Belastungsgrenze eines Gelenkes überschritten wird. Fehlstellungen senken die Belastungsgrenze ebenso wie unpassende Hufzubereitung.

Bei einer Gelenkentzündung wird durch Bildung sogenannter Entzündungsmediatoren (u. a. Zytokine, Prostaglandine, Leukotriene) in der Innenhaut der Gelenkkapsel die Gelenkschmiere wässriger. Dadurch verschlechtern sich ihre Eigenschaften als Schmier- und Puffermittel im Gelenk und auch als Lieferant von Nährstoffen für den Knorpel. Der Knorpel ist somit bei einer Gelenkentzündung sowohl wesentlich schlechter vor Fehlbelastungen geschützt und erhält zudem auch noch weniger Nährstoffe, was beides längerfristig zu weiteren Problemen wie Arthrose führen kann.

Was kann man bei einer Gelenkentzündung tun?

Um eine Gelenkentzündung nicht zu verstärken, sollten betroffene Pferde einen abgestimmten Bewegungsplan erhalten. Gerade energiegeladene Pferde vorsichtig zu bewegen, stellt allerdings eine Herausforderung dar. Um die Zeit der reduzierten Bewegung für Pferd und Mensch erträglicher zu gestalten, kann unser Magnoquiet® helfen. Die Kombination aus einem hohen Anteil von Tryptophan, Vitamin B 6 und Nikotinsäure liefert Bausteine für das Glückshormon Serotonin. Dadurch bekommen Pferde unserer Erfahrung nach eine positivere Sicht, auch auf unerfreuliche Situationen und machen auch Zeiten mit weniger Bewegung besser mit.

Weitere Ansatzpunkte sind die tierärztliche Behandlung, die Optimierung der Hufbearbeitung und die weitere Unterstützung durch die Fütterung.

Fütterung bei Gelenkentzündungen

Ziel einer Fütterungsempfehlung sollte es sein, das Abklingen der entzündlichen Prozesse zu unterstützen und gleichzeitig den Wiederaufbau (Regeneration) der betroffenen Strukturen zu unterstützen.

Öle mit hohem Omega-3-Fettsäuregehalt, Kurkuma und Weihrauch werden traditionell als natürliche Entzündungshemmer eingesetzt. Besonders wertvoll ist das Muschelöl der Grünlippmuschel. Gegenüber anderen Pflanzen mit entzündungshemmender Wirkung (Weidenrinde, Ingwer, Teufelskralle) haben Kurkuma und Weihrauch den Vorteil, dass keine negativen Auswirkungen auf den Pferdemagen zu erwarten sind. Für die Regeneration von Gewebe werden Bausteine benötigt. Proteoglycane und Glycosaminoglycane, wie z. B. Keratan-, Heparan- oder Chondroitinsulfat, sind Moleküle, die im Knorpel und in der Gelenkschmiere für Druckfestigkeit und Elastizität sorgen. Während eine Fütterung von Hyaluronsäure keinen positiven Effekt hat, wirken sich unserer Erfahrung nach Glycosaminoglycane der Grünlippmuschel positiv aus. Darauf aufbauend haben wir unsere Feuerwehr für Gelenke, Sehnen und Bänder – Magnoflexal® – entwickelt.

Eine weitere besonders vielseitige Nahrungsergänzung sind zudem bioaktive Kollagenpeptide, wenn diese eine gewisse Molekülgröße nicht übersteigen. Diese winzigen Bausteine können unter anderem für Kollagenfasern des Gelenkknorpels sowie für den Aufbau von Glucosaminoglycanen verwendet werden. Hierfür haben wir unser Magnokollagen® entwickelt.

Beispielrationen bei Gelenkentzündung

Nachfolgend finden Sie Beispielrationen, die sich in vielen Fällen bewiesen haben. Die Grundration gibt Ihnen eine Basisempfehlung für die Gabe von Heu und Kraftfutter. Daran anschließend finden Sie zwei Rationsoptionen, von der Sie für Ihr Pferd eine wählen (die Kombination von Rationsoptionen ist nicht nötig). Darüber hinaus weisen wir Sie auf ggf. sinnvolle Rationsergänzungen hin. Die Tagesmengen sind für ein Pferd mit wenig Bewegung (Schritt und bis zu 20 Minuten Trab) angegeben.

  • Grundration:
    • Heu: Mindestens 1,7 kg (je nach Ernährungszustand und Futterverwertung bis 2 kg) pro 100 kg Körpergewicht (= 10,2 kg bis 12 kg pro Tag bei 600 kg KGW)
    • Kraftfutter: Während der Stehzeit eine Handvoll zum Einmischen der Zusatzfutter
    • Mineralfutter: Zur bedarfsgerechten Versorgung mit Mineralien

 

  • Rationsoption 1: Schwerpunkt Entzündungshemmung
    • Magnoflexal® als natürlicher Entzündungshemmer
      • Zu Beginn: täglich 5 g pro 100 kg KGW (für die Zeit von 4 bis 6 Wochen)
      • = 30 g bei 600 kg KGW pro Tag

 

  • Rationsoption 2: Schwerpunkte Entzündungshemmung und Regeneration der Gelenkstrukturen (umfassende Ration)
    • Magnoflexal® als natürlicher Entzündungshemmer
      • Zu Beginn: täglich 5 g pro 100 kg KGW (für die Zeit von 4 bis 6 Wochen)
      • = 30 g bei 600 kg KGW pro Tag
    • Magnokollagen® mit Bausteinen für Gelenkknorpel und -schmiere
      • In den ersten 6 Wochen: täglich 15 g pro 100 kg KGW (danach 8 g pro 100 kg KGW)
      • = 90 g bei 600 kg KGW pro Tag (danach 48 g bei 600 kg KGW)
      • Fütterungsempfehlung und -dauer: Wir empfehlen die dauerhafte Gabe des Pulvers mit angefeuchtetem oder öligem Futter.

 

  • Mögliche Rationserweiterung: Beruhigende Unterstützung energiegeladener/ nervöser Pferde
    • Magnoquiet® als natürliche Stressbremse für den Nervenstoffwechsel
      • Für jedes Pferd individuell: 1–10 g pro 100 kg KGW
      • = 6–60 g bei 600 kg KGW pro Tag
      • Fütterungsempfehlung: Der hohe Tryptophangehalt schmeckt leider nicht jedem Pferd. Beginnen Sie die Anfütterung mit wenigen Pellets am Tag. Um die optimale Dosierung für Ihr Pferd zu ermitteln, steigern Sie die Menge an Magnoquiet® schrittweise über 1 Woche und verteilen Sie diese bestenfalls auf zwei Mahlzeiten.

Anmerkung: Unsere Beispielrationen bilden allgemeine Empfehlungen ab, ohne an dieser Stelle weitere Faktoren wie z. B. das Gewicht, das sportliche Leistungsniveau oder für den jeweiligen Einzelfall wichtige Sachverhalte berücksichtigen zu können. Diese berücksichtigen wir gerne für Sie im Rahmen unserer individuellen Fütterungsberatung. Sprechen Sie uns an und wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine für Ihr Pferd geeignete Fütterungsstrategie.

Zusatzinfo: Anpassung der Fütterung bei wenig Bewegung

So lange Pferde weniger bewegt werden ist es im Allgemeinen sinnvoll das Kraftfutter auf ein Minimum zu reduzieren, um Übergewicht und überschäumende Energie zu verhindern. Bei leichtfuttrigen oder übergewichtigen Pferden kann es zusätzlich notwendig sein weniger Heu zu füttern. Sobald ein Pferd wieder normal bewegt wird, kann auch die Fütterungsmenge wieder erhöht werden.

 

Ein Mineralfutter muss trotz weniger Bewegung weiter gefüttert werden, um die Versorgung mit Mineralien und Vitaminen zu sichern. Bei Diätrationen mit reduziertem, bedampftem, gewässertem oder bei sehr grobem Heu kann die Versorgung mit Aminosäuren knapp werden und zu einem Muskelabbau führen. Um dies zu verhindern, können gezielt Aminosäuren ergänzt werden (in Form einer Mineralisierung, Magnomyoforte® oder als Aminosäurenlieferant, Magnovital®).

Kundenfeedback

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