FAQ Mineralien, Spurenelemente und Vitamine

Welche Vitamine braucht mein Pferd?

  1. fettlösliche Vitamine: A, E, D, K
  2. wasserlösliche Vitamine: alle B-Vitamine

Ein zu viel an wasserlöslichen Vitaminen wird vom Organismus nach bisherigem Stand der Wissenschaft problemfrei ausgeschieden.

Ein Überangebot an fettlöslichen Vitaminen dagegen reichert sich im Körper an und kann diesen nachhaltig schädigen. Eine Überversorgung sollte, ebenso wie ein Mangel, verhindert werden.

Das Ca:P-Verhältnis

Im Pferdekörper sind 99 % des Gesamtkalziumgehalts im Skelett enthalten, ebenso sind hier 80 % der Gesamtphosphormenge lokalisiert. Das zeigt die Wichtigkeit der beiden Elemente für das Knochengerüst. Kommt es zu einer Unterversorgung mit Kalzium, wird, um die Ca-Konzentration im Blut aufrecht zu erhalten dieses aus den Knochen mobilisiert, die Knochen so demineralisiert. Bei einer Überversorgung von Anionen (P, Cl, S) kann es langfristig zur Knochenentkalkung kommen. Zudem kann ein P-Überschuss die Darmsteinbildung begünstigen.

Das Ca:P- Verhältnis sollte in Pferdefutterrationen nicht unter 1:1 und nicht über 3:1 liegen.

In Magnostable liegt das Verhältnis von Ca:P bei 2,4:1,

in Magnolythe S100 bei 2,6:1

Mein Pferd hat einen Magnesiummangel, was nun?

Magnesium ist für die Funktion vieler Enzyme vor allem im Nerven- und Muskelgewebe wichtig.

Die Magnesiumversorgung wird mit den meisten Rationen gesichert. Allein auf intensiv gedüngten Weideflächen mit einseitigem Grasbewuchs ist ein Mangel zu erwarten.

Kalzium und Magnesium werden vorwiegend passiv im vorderen Dünndarmbereich aufgenommen. Liegt Kalzium im Überschuss vor kann sich dieser negativ auf die Aufnahme von Magnesium auswirken. Magnocalm enthält Magnesium in zwei verschiedenen Bindungsformen, um eine möglichst hohe Bioverfügbarkeit zu erreichen.

Zur Optimierung Ihrer Fütterung können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Braucht mein Pferd Elektrolyte?

In der Regel ist die Zugabe von Elektrolyten zu Magnolythe S100 nicht notwendig.  Freier Zugang zu einem Salzleckstein sollte immer gegeben sein. Wichtig dabei ist, dass es sich dabei um einen reinen Salz- und nicht etwa um einen Mineralleckstein (erkennbar durch die in der Regel rot-braune statt weiße oder hellrosa-orange Farbe wie bei einem Salzstein) handelt.

Der körpereigene Wasser- und Elektrolythaushalt wird im Wesentlichen bestimmt durch die Heumenge und –qualität. Gutes faserreiches, aber nicht verholztes Heu hält einen Teil des aufgenommenen Wassers und der Elektrolyte im Dickdarm. Dort dient es als Körpereigener Wasser- und Elektrolytspeicher. Der Körper ist z.B. in der Lage fehlendes Natrium durch im Heu im Überschuss enthaltenes Kalium auszutauschen.

Jede weitere Zugabe von außen birgt nicht unerhebliche Risiken, denn mit der Gabe der Elektrolyte muss Wasser aus dem Körper in den Verdauungstrakt abgegeben werden, um die im Darmtrakt befindlichen Elektrolyte in eine isotonische Lösung zu bringen, d.h. das Konzentrationsverhältnis der Elektrolyte auf ein „körpertypisches“ Niveau zu bringen. Dadurch kann unter Umständen der körpereigene Wasser- und Elektrolytspeicher im Darm eines Pferdes erheblich gestört werden, weil der Elektrolyteintrag über die Grundfütterung kaum eingeschätzt und zu der über die Schweißbildung verlorengehenden Elektrolytmenge ins Verhältnis gesetzt werden kann.

Bei Pferden, die sehr viel gearbeitet werden und oft weiß schaumig geschwitzt sind, kann eine Gabe von Elektrolyten sinnvoll sein. Schwitzt Ihr Pferd mehr, als bei seiner Arbeit zu erwarten wäre, sollte zuerst die Grundfütterung genauer betrachtet werden, um die Ursache herauszufinden und abzustellen. Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an.

Wie kann man Einfluss auf den Elektrolythaushalt nehmen?

Durch ausreichende Heufütterung von qualitativ hochwertigem Heu wird erreicht, dass das Pferd automatisch ausreichend trinkt und dass der Dickdarm als körpereigenes Wasser- und Elektrolytreservoir fungieren kann.

Je höher der Faseranteil in der Gesamtfütterung liegt, umso größer ist der Effekt und die wasserlöslichen Moleküle, Enzyme, Mikroben und die kleinen unverdauten Nahrungsbestandteile werden zur weiteren Verdauung im großen Colon recycelt. Damit verbunden ist automatisch ein geringerer Verlust wertvoller Nährstoffe über den Kot.

Durch überhöhte Eiweißaufnahme werden dem Organismus Elektrolyte, Energie und wertvolles Wasser entzogen, denn zu viel aufgenommenes Eiweiß wird im Dünndarm in dessen Bestandteile, die Aminosäuren, gespalten. Von diesen wird anschließend die Aminogruppe abgespalten, ein Prozess, bei dem Ammoniak entsteht.

Da Ammoniak bereits in geringster Konzentration ein starkes Zellgift ist, muss er möglichst schnell in den ungiftigen Harnstoff umgewandelt werden, um über die Niere als Urin ausgeschieden werden zu können. 

Kann mein Pferd trotz Gabe von Magnolythe S100 einen Zinkmangel haben?

Zink ist in Magnolythe S100 in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zu anderen (Spuren-)Elementen  vorhanden. Kommt es trotz der Gabe von Magnolythe zu einem Zinkmangel im Blutbild sollte zunächst die Dosierung von Magnolythe S100 überprüft werden. Wir empfehlen 10 g je 100 kg Körpergewicht zu füttern.

In den meisten Fällen ist allerdings nicht eine zu geringe Fütterung, sondern ein erhöhter Bedarf der Grund für den Mangel.

Ein Zinkmangel kann verschiedene Ursachen haben. Diese sind zum Beispiel

  1. vermehrter Zinkverbrauch durch Magengeschwüre, Ekzem, Infektion oder Fellwechsel
  2. eine Überversorgung mit einem anderen Spurenelement (insbesondere Kupfer aber auch Selen)

Die Diagnose sollte mit Hilfe einer Blutprobe und einer Spurenelementanalyse erstellt werden.

Das aussagekräftigste Ergebnis wird durch das ICP-Verfahren (Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) erhalten. Es ist in Bezug der Genauigkeit der Analysenergebnisse anderen Nachweisverfahren, wie z.B. der Atomabsorption, überlegen.

Wir empfehlen die Untersuchung beim IDEXX-vet.-med.-Labor anfertigen zu lassen, da es sich diesem Verfahren bedient. Unsere Tierärzte helfen Ihnen gerne der Ursache auf den Grund zu gehen. Rufen Sie uns an.

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