FAQ Gesundheit

 

Basalwerte

Die folgenden Angaben sind reine Anhaltspunkte und können stark variieren.

Der Leistungszustand des einzelnen Tieres spielt ebenso eine große Rolle auf die einzelnen Werte wie der Versammlungsgrad und die verschiedenen Tempi.

 

Ruhe

Schritt 

Trab

Galopp

Atem

8 – 16 
Atemzüge/min

- 30 
Atemzüge/min

- 70 
Atemzüge/min

- 90 
Atemzüge/min

Puls

28 – 40 
Schläge/min

– 90 
Schläge/min

– 120 
Schläge/min

– 250 
Schläge/min

Temperatur

37,5 – 38,2 °C

 

 

 

 Wasserbedarf: 20-60 Liter/Tag

Fressverhalten: 1 kg Heu / 30 - 40 min.

Bei meinem Pferd wurde anhand einer Blutanalyse das Cushing-Syndrom festgestellt. Wie gehe ich damit um?

Bei Cushing  handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnanhangsdrüse, die meist bei älteren Pferden (ab ca. 15 Jahren) auftritt.

Die Produktion von den Hormonen ACTH und POMC führt dazu, dass der Nebennierenrinde die Produktion des Hormons Kortisol angekurbelt wird. Dieses wird beim gesunden Pferd benötigt um in Stresssituationen Energiereserven zu mobilisieren. Auf Grund der Fehlfunktion beim Cushing-erkrankten Pferd kann die Mehrausschüttung des Kortisols Muskelschwund herbeiführen.

Wichtig ist, dass der Patient entsprechende Medikamente bekommt.

Cushing kann gleichzeitig mit dem sog. Equinen metabolischen Syndrom auftreten, dann muss die Fütterung kohlenhydratreduziert erfolgen.

Aber auch ohne EMS sollte die zukünftige Fütterung eines an Cushing leidenden Pferdes kohlenhydratarm gestaltet werden, da durch die Erhöhung des Kortisols fast immer eine Insulinresistenz vorhanden ist.

Tabu sind somit alle Getreide, wie Hafer, Gerste, Mais, Pellets, Müslis (Ausnahme siehe unten), Brot, aber auch Äpfel, Karotten und Magnoturbo.

Des Weitern sollte das Pferd nur mit einem Maulkorb auf die Weide gehen.

Wird das Pferd nicht gearbeitet, ist ohnehin bei ausreichender Raufuttervorlage keine Kraftfuttergabe nötig, ansonsten kommen folgende Futtermittel in Frage:

Gewaschene (bzw. zuckerarme!) Rübenschnitzel, kohlenhydratreduzierte Futtermischungen (wie z.B. Sorgenfrei von der Scharnebecker Mühle) Reiskleie und Leinöl, um die benötigte Energie zu gewährleisten.

Magnolythe S100 oder Magnostable kann und sollte weiterhin gefüttert werden, um die Versorgung mit den geraden bei dieser Erkrankung besonders wichtigen Mikronährstoffen und Mineralstoffen zu gewährleisten. Die in Magnolythe S100 enthaltenen essentiellen Aminosäuren wirken außerdem dem Muskelabbau entgegen.

Mein Pferd ist ein Allergiker. Kann es dennoch iWEST-Produkte bekommen?

Bisher ist uns kein einziger Fall bekannt, in dem unsere Produkte eine allergische Reaktion ausgelöst hätten. Umgekehrt ist nie mit 100%-iger Sicherheit auszuschließen, dass gegenüber einem Stoff eine individuelle Überempfindlichkeit besteht. Auch wenn dies in der Tat äußerst unwahrscheinlich sein dürfte.

Gerne dürfen Sie mit uns Kontakt aufnehmen, wenn Unsicherheiten bestehen.

Wo kann ich einen aussagekräftigen Allergietest machen lassen?

Um einen wirklich aussagekräftigen Allergietest zu erhalten, empfehlen wir diesen bei der tierärztlichen Hochschule in Hannover anfertigen zu lassen.

Die TiHo-Hannover verfügt über ein spezielles Verfahren, welches auf die besonderen Immunglobulinreaktionen des Pferdes eingeht.

Immunologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Geb.122, Bischofsholer Damm 15, D-30173 Hannover

Telefon: (0511) 856 - 7241
Telefax: (0511) 856 - 7682

E-Mail: immuno@tiho-hannover.de

 

Mein Pferd hat Mauke, was kann ich tun?

Bei Mauke handelt es sich um eine Hauterkrankung, die medizinisch als Fesselekzem bezeichnet wird, da sie vor allem in der Fesselbeuge auftritt.

Ungünstige Verhältnisse in der Fesselbeuge sind unter anderem auch genetisch bedingt, wobei Pferde mit starkem Fesselbehang häufiger betroffen sind.

Mauke kann ein Anzeichen einer Störung des Gesamtorganismus sein und ist darüber hinaus ein Symptom für eine Vielzahl möglicher Ursachen.

  1. Hautinfektion (auf Grund mangelnder Sauberkeit und Hygiene sowie ungünstiger, zu feuchter Haltungsbedingung; etc.)
  2. Unterversorgung mit Zink
  3. Vermehrte Toxinbildung im Verdauungstrakt   

Zu 1.
Bei mangelhafter Hygiene und zu feuchten Haltungsbedingungen kommt es zum vermehrten Auftreten verschiedener Mikroorganismen im Boden oder der Einstreu. Daher steigt der Infektionsdruck. Kommt es zu Verletzungen der Epidermis kann es zu bakterieller, mykotischer oder parasitärer bedingten Hautinfektionen kommen.

Daher müssen, um langfristigen Erfolg in der Behandlung der Mauke zu erhalten, die Haltungsbedingungen nachhaltig verbessert werden.

Zu 2.
Zink ist für die normale Funktion der Epithelregeneration von Haut und Schleimhäuten unentbehrlich. Auch für die Festigkeit der Hufe ist eine ausreichende Zinkversorgung notwendig. Dennoch raten wir von unkontrollierten Zinkzugaben ab, da alle Spurenelemente, in überhöhter Menge aufgenommen, toxisch sind. Daher muss vor der isolierten Gabe ein Mangel sicher abgeklärt werden.

In Magnolythe S 100 ist Zink in optimaler Menge und Verhältnis zu anderen Spurenelementen enthalten und ist hinsichtlich der Maukeproblematik hilfreich.

Zu 3.
Infolge der Umschichtungen kommt es zum Absterben von Darmbakterien. Dabei werden Endotoxine frei, die beim Pferd auch über die Haut ausgeschieden werden und zu Mauke führen.

Es gibt mehrere Ursachen, auf Grund dessen es zu einer Umschichtung von Darmorganismen kommen kann. Als Beispiele seien folgende genannt:

-       zu geringe Heumenge

-       vermehrte Strohaufnahme/ zu grobes, hartstängeliges Heut

-       Silagefütterung

-       Überhöhte Gabe pre-caecal schwerverdaulicher Stärke (Gerste, Mais,...)

Zur Stabilisierung und Entgiftung der Darmflora empfehlen wir Magnozym als Kur über mindestens zwei Monate einzusetzen.

Dennoch ist die artgerechte Grundfütterung hinsichtlich Qualität und Quantität der Grundstein für die Gesundheit des Pferdes und sollte optimiert werden. Wenn wir Ihnen diesbezüglich helfen können, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Immunologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Geb.122, Bischofsholer Damm 15, D-30173 Hannover

Telefon (0511) 856 - 7241
Telefax (0511) 856 - 7682

E-Mail: immuno@tiho-hannover.de

Bei meinem Pferd wurde eine Hautpilzerkrankung diagnostiziert. Was ist zu tun?

Die betroffenen Stellen müssen behandelt werden. Möglicherweise kann zudem eine Impfung mit Insol ratsam sein. Ihr Tierarzt ist bei Hautpilzerkrankungen Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Um einer erneuten Infektion vorzubeugen müssen, parallel zur Behandlung des Pferdes, sämtliche Ausbildungsgegenstände sowie Putzutensilien gereinigt und desinfiziert werden.

Die Versorgung mit Zink sollte sichergestellt sein, denn Zink ist für die normale Funktion der Epithelregeneration von Haut und Schleimhäuten unentbehrlich. Auch für die Festigkeit der Hufe ist eine ausreichende Zinkversorgung notwendig.

In Magnolythe S100 ist Zink in optimaler Menge und Verhältnis zu anderen Spurenelementen enthalten.

Von unkontrollierten Zinkzugaben raten wir ab, da alle Spurenelemente, in überhöhter Menge aufgenommen, toxisch sind. Außerdem beeinflussen sie gegenseitig ihre Aufnahme in den Körper, so dass ein Überschuss des einen zu einem Mangel an einem anderen führen kann. Daher muss vor der isolierten Gabe ein Mangel sicher abgeklärt werden.

Diagnose Borreliose – Was nun?

Bei Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die durch die sogenannten Borrelien ausgelöst werden. Borellien sind gram-negative, schraubenförmige Bakterien, die mittels Vektoren (insbesondere Zecken) übertragen werden.

Die Borreliose äußert sich in den unterschiedlichsten Symptomen. Dazu gehören unter anderem:

  • Lahmheiten
  • Muskelverspannungen
  • Haut- und Augenerkrankungen
  • Abmagerung, Infektanfälligkeit, Allergiebereitschaft
  • Kolikartige Erscheinungen und Koliken
  • Verhaltensänderungen wie z.B. Lethargie, Aggressivität, Überreaktionen

Die Borrelien-Infektion (beim Pferd handelt es sich überwiegend um Borrelia burgdorferi) kann mittels Antikörpertiter-Test im Blutserum diagnostiziert werden, wobei ein positives Ergebnis den Kontakt mit den Erregern beweist, nicht aber das Vorliegen einer akuten Infektion. Im aktiven Stadium kann Ihr Tierarzt die Erreger mit einer antibiotischen Behandlung gut therapieren.

Werden die Borrelien von der körpereigenen Abwehr nicht ausreichend bekämpft, breiten sie sich im Organismus aus und es kommt zu einer chronisch latenten Infektion.

Daher ist es in jedem Falle empfehlenswert das Immunsystem gezielt zu unterstützen. Etwa 75 Prozent aller Immunzellen des Körpers finden sich im Darm lokalisiert. Das erklärt, weshalb die Ernährung einen großen Einfluss auf die Abwehrfunktion nimmt. Die in Magnobios® hoch konzentriert vorhandenen Mannanoligosaccharide (MOS) aus der Hefezellwand stimmulieren die Tätigkeit schleimbildender Darmzellen und verbessern zudem die Morphologie der Darmschleimhaut. Daneben üben weitere Zellwandbestandteile einen positiven Einfluss auf das Immunsystem aus: ß-Glucane erhöhen die Aktivität sogenannter „Fresszellen“ (Makrophagen) der Abwehr. Natürlich enthaltene Nukleotide stellen DNA-Bausteine dar, die für Zellstoffwechsel und -erneuerung unabdingbar sind.

Da Borrelien ebenfalls die Sehnen, Bänder und Knorpel schädigen, ist die nutritive Versorgung dieser Gewebsstrukturen ratsam. Hierzu empfehlen wir Magnokollagen.

Mein Pferd hat angelaufene Beine, was kann die Ursache sein?

Angelaufene Beine sind lediglich ein Symptom hinter dem sich unterschiedliche Ursachen verbergen können:

1         vermehrte Entero- bzw. Endotoxinbildung im Darmtrakt

2         Eiweißüberversorgung in der Fütterung

3         Virusinfekt

4         die Folge einer zeitweiligen Überbelastung bzw. eine allgemeine Schwäche des Bindegewebes

5         Belastung mit Mykotoxinen

 
Zu 1

Die Ursache vom Auftreten von Endotoxinen ist das Absterben der Darmorganismen infolge von Umschichtungen.

Es gibt mehrere Ursachen, auf Grund dessen es zu einer Umschichtung der Mikroflora kommen kann. Als Beispiele seien folgende genannt:

-       zu geringe Heumenge
-       vermehrte Strohaufnahme/ zu grobes, hartstängeliges Heut
-       Silagefütterung
-       Überhöhte Gabe schwerverdaulicher Stärke (Gerste, Mais,...)

Zur Stabilisierung und Entgiftung der Darmflora empfehlen wir Magnozym als Kur über mindestens zwei Monate einzusetzen.

Dennoch ist die artgerechte Grundfütterung hinsichtlich Qualität und Quantität der Grundstein für die Gesundheit des Pferdes und sollte optimiert werden. 

Zu 2

Überschüssiges Eiweiß wird nicht in den Körper aufgenommen, sondern im Dickdarm zu Ammoniak, einem starken Nerven- und Zellgift, abgebaut. Wird dieses auf Grund verzögerter Stoffwechselabläufe nicht schnell genug aus dem Organismus ausgeschleust, kann es zum Auftreten der angelaufenen Beine kommen.

Zu 3

Der Virusinfekt muss nicht zwingend mit Fieber einhergehen.

Im Falle eines Virusinfektes sind meistens nicht nur Hinterbeine, sondern alle Beine betroffen.

Zu 4

Dies ist eine Indikation für den Einsatz von Magnobuild spezial oder Magnokollagen.

Zu 5

Die Heuqualität sollte drastisch besser werden. Des Weiteren schützt Magnosorb vorbeugend vor Mykotoxinen, Endophyten und bestimmten Pflanzengiften.

Wie schon dieser kurze Überblick verdeutlicht, ist die Thematik naturgemäß komplex. Dennoch gilt es, die Ursache herauszufinden und diese abzustellen, um die Symptomatik der angelaufenen Beine dauerhaft zu beheben. Wir stehen Ihnen gerne mit sachkundiger Beratung zur Seite. Rufen Sie uns an.

Wie kann ich mein Pferd im Fellwechsel unterstützen?

Die Zeit des Fellwechsels ist eine Zeit des erhöhten Bedarfs. Gerade stoffwechsellabile Pferde sollten in dieser Zeit besonders unterstützt werden. Durch die stoffwechseloptimierende Wirkung von Magnolythe S100 wird der Fellwechsel erleichtert. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Zusätzlich kann auch noch ca. 50 ml (Großpferd mit 550 kg KGW, Ponys entsprechend weniger) Leinöl über die Ration geben werden, was einen positiven Einfluss auf Haut und Haarkleid hat und zudem eine kleine "Extrazulage Energie" für diese Zeit bietet.

Was sagt uns das Blutbild?

Man unterscheidet zwischen dem kleinen und dem Differenzialblutbild.

Kleines Blutbild

Aus dem kleinen Blutbild lassen sich erste schnelle Schlüsse über den Gesundheitszustand ziehen. Das kleine Blutbild gibt eine Übersicht über:

Erythrozyten        (rote Blutkörperchen, Sauerstofftransport),

Retikulozyten       (unreife Erythrozyten),

Leukozyten          (weiße Blutkörperchen, Immunantwort),

Thrombozyten      (Blutplättchen, Gerinnung),

Hämoglobin          (Blutfarbstoff),

Hämatokrit           (Anteil zellulärer Bestandteile am Volumen des Blutes, Rückschluss auf den Anteil der  
                          Erythrozyen)

Zu einer umfassenden Untersuchung und einer genauen Diagnose ist das kleine Blutbild nicht ausreichend. Es sollte ein Differenzialblutbild angefertigt werden.
 

Differenzialblutbild

Das Differenzialblutbild wird auch „großes Blutbild“ genannt. Im Differenzialblutbild werden die Leukozyten anhand ihrer Morphologie weiter differenziert. Leukozyten werden unterteilt in Granulozyten (neutrophile (stabkernige, segmentkernige), basophile und eosinophile), Lymphozyten (B- und T-Lymphozyten) und Monozyten. Anhand der vorhandenen Art, Menge und deren Verhältnis zueinander kann eine Aussage über vorliegende Infektionen getroffen werden.


Blutbild zur Spurenelementanalytik

Das aussagekräftigste Ergebnis wird durch das ICP-Verfahren (Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma) erhalten. Es ist in Bezug auf Genauigkeit der Analysenergebnisse anderen Nachweisverfahren, wie z.B. der Atomabsorption, überlegen. Wir empfehlen die Untersuchung beim IDEXX-vet-med-Labor anfertigen zu lassen da es sich dieses Verfahrens bedient. 

Mein Pferd hat ein Überbein, was kann ich tun?

Ein Überbein ist die Folge von zu hohem Druck (bzw. auch Zug) auf die Knochenhaut.

Häufig entstehen Überbeine durch ein Trauma (z.B. Schlag). Eine Fehlstellung der Zehe kann ebenfalls zur Bildung eines Überbeins führen. Eine typische Stelle hierfür sind Überbeine direkt unterhalb des Karpalgelenkes auf der Innenseite der Zehe.

Das Auftreten von Überbeinen kann ebenfalls durch ein massives Ungleichgewicht in der Mineralstoffversorgung ausgelöst werden.

Kalzium und Magnesium werden vorwiegend passiv im vorderen Dünndarmbereich aufgenommen. Liegt eines dieser Mineralien im Überschuss vor, kann sich das negativ auf die Aufnahme des anderen auswirken. Magnocalm enthält Magnesium in zwei verschiedenen Bindungsformen, um eine möglichst hohe Bioverfügbarkeit zu erreichen.

Für langfristige Erfolge ist es am wichtigsten, die Knochenhaut nicht weiter zu reizen. Deshalb sollte überprüft werden, ob ggf. eine Stellungskorrektur vorzunehmen ist.

Auch eine Überprüfung der bisherigen Ration ist sinnvoll um ein Ungleichgewicht hinsichtlich der Fütterung zu beheben. Wir unterstützen Sie gerne. Kontaktieren Sie uns.

Gibt es Hinweise auf Magengeschwüre?

Viele Pferde zeigen verschiedene Symptome, die von ihren Besitzern oft fehlinterpretiert werden:

  • Abwehrverhalten beim Gurten
  • Unwillen beim Aufsitzen
  • Extreme Triebigkeit
  • Vermehrtes Gähnen
  • Leerkauen, Zähneknirschen
  • Vermehrtes Koppen bei Koppern
  • Reduziertes Allgemeinbefinden (wirken in sich gekehrt bis depressiv)
  • Absondern von Artgenossen oder aber auch vermehrte Aggression
  • Gewichtsverlust
  • verminderter Appetit
  • Unterbrechen der Kraftfutteraufnahme
  • Reduzierte Heuaufnahme insbesondere von grobstängeligem Heu
  • Immer wieder ohne erkennbaren Grund auftretende, zunächst relativ leichte Koliken
  • Breiiger Kot
  • Durchfall
  • Stumpfes Fell oder plötzliche Veränderungen der Haarfarbe
  • Absinken des Leistungsniveaus
  • Unwilliges, zögerliches Bergabgeben
  • Mangelndes bzw. deutlich erschwertes Hinlegen
  • Mitunter vermehrte Speichelbildung nach Krippenfutteraufnahme
  • Vermehrte oder verringerte Trinkwasseraufnahme (wird durch die Selbsttränken übersehen)
  • Lecken an Metall

Wie kommt es zum Auftreten akuter Magenprobleme?

Beim Pferd wird Magensäure – anders als bei uns oder unserem Hund – im Drüsenteil des Pferdemagens rund um die Uhr gebildet.

Durch die Aufnahme rohfaserreicher Nahrung, die extrem gut und lange gekaut werden muss, wird durch den Kauvorgang viel Speichel freigesetzt, der wiederum sehr viel Bikarbonat enthält, der die Magensäure puffert.

Kommt es allerdings zu Fresspausen von mehr als vier Stunden, gelangt kein puffernder Speichel und kein Nahrungsbrei mehr in den Magen. In der Folge wird der Mageninhalt saurer und die schützende Schleimhautschicht des Magens löst sich auf. Die Säure verätzt das Gewebe und es entsteht ein mehr oder weniger tiefes Loch.

Zusätzlich hat Stress jedweder Art einschneidende Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Die Kombination der Stressreaktionen in Form von verminderter Durchblutung des gesamten Magens, insbesondere der empfindlichen Schleimhäute, sowie der Drosselung der Wandaktivität des Magens ist durch die oben beschriebenen Folgen fatal.

Bei kontinuierlicher Arbeit in forcierter Gangart wird die Verdauungstätigkeit gedrosselt und die Blutzufuhr zu den Verdauungsorganen abgesenkt. Der Magen wird in der Bewegung zusammengeschoben, sodass Magensaft aus dem tiefer gelegenen Drüsenteil nach oben in den drüsenlosen Teil des Pferdemagens gelangt, dort auf eine schutzlose Schleimhaut trifft und Schaden anrichtet.

Bei Zahnerkrankungen kann es zu Kaubeschwerden und damit zur ungenügenden Bereitstellung von Speichel kommen.

Zu heißes oder stark verholztes Futter kann die Magenschleimhaut reizen. Besonders Luzernehäcksel stellten in einer Studie der Uni Leipzig ein großes Risiko für Magengeschwüre da.

Sehr schnell entstehen Magengeschwüre durch die chemische Belastung in Form von Kunstdünger, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln und fehlgegorener Silage. Auch die übermäßige oder langfristige Gabe von Schmerzmitteln und speziellen Nahrungsergänzungsmitteln.

Große Mengen Kraftfutter sorgen durch hohen Stärke- und Zuckeranteil für einen saureren Magen.

Gibt es Sofortmaßnahmen die bei Auftreten von Magenproblemen ergriffen werden können?

Magengeschwüre sind äußerst schmerzhaft, deshalb ist schnelle Hilfe wichtig. Dazu eignet sich eine Behandlung mit Magensäureblockern wie Omeprazol (Gastroguard, Pepticure, Equizol) oder Schleimstoffen wie Sucralfat oder Beta-Glucane.

Magensäureblocker verhindern, dass die Körpereigenen Regelmechanismen die Produktion von Salzsäure veranlassen. Wenn sie abgesetzt werden, wird aber reflektorisch erst mal mehr Magensäure gebildet.

Schleimstoffe greifen nicht weiter in die Physiologie des Magens ein, sondern legen sich als Schutzschicht über die Magenschleimhaut. So ermöglichen sie die Heilung und beugen gleichzeitig neuen Geschwüren vor. Beta- Glucane fördern außerdem nachweißlich die Heilung der Schleimhaut.  

Magnoguard enthält verschiedene, schleimbildende Bestandteile und zeichnet sich besonders durch einen sehr hohen Beta-Glucangehalt aus.

Neben notwendigen Sofortmaßnahmen ist vor allem das Abstellen der Ursache die wirksamste Therapie. Wir helfen Ihnen gerne dabei den Magenproblemen auf den Grund zu gehen. Rufen Sie uns an.

Können die Produkte bei medikamentöser Behandlung gegeben werden?

Da es keine Wechselwirkungen zwischen unseren Produkten und Medikamenten gibt, können unsere Produkte auch bei medikamentöser Behandlung des Pferdes gegeben werden.

Kann Magnoguard auch mit Medikamenten oder anderen Zusatzfuttern gegeben werden? Werden diese trotz Schutzfilm voll aufgenommen?

Magnoguard kann problemlos mit anderen Futtermitteln oder Medikamenten kombiniert werden. Die gebildete Schutzschicht ist nicht völlig undurchlässig und unterliegt einem ständigen Abbau, weshalb die mehrmals tägliche Gabe von Magnoguard für einen kontinuierlich vorhandenen Schutz entscheidend ist. Außerdem spielt die Magenschleimhaut in der Verdauung in erster Linie als sezernierendes Organ eine Rolle, während der Darm für die Aufnahme der zerkleinerten Nährstoffe zuständig ist. 

Sind die Produkte zur Dauergabe geeignet?

Kann ich die Produkte auch dauerhaft füttern?

Alle unsere Produkte können auch dauerhaft eingesetzt werden. Ihrem Pferd schaden tun Sie damit auf keinen Fall. Bei Magnolythe S100, Magnostable, Magnoguard, Magnokollagen, Magnobuild Spezial, Magnopodo, Magnoarthro, Magnotin, Magnotin spezial, Plantagines und Plantazem ist in vielen Fällen eine Dauergabe sogar sinnvoll. Wenn Sie unsicher sind, wie genau Sie Ihr Pferd am besten unterstützen, kontaktieren Sie uns.

Wann dürfen bestimmte Produkte nicht zum Einsatz kommen?

Auf Grund des Stärkegehalts sollte Magnoturbo bei Pferden mit Rehe, Cushing oder EMS nicht zum Einsatz kommen.

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