Neues von Henry

Henry nun im flachen Norden - mit dem mitgebrachten Schnee aus seiner alten Heimat, dem Taunus
Henry

Liebes Iwest-Team,

knapp 6 Wochen ist unser Umzug aus der Mitte Deutschlands hoch in den Norden nun her – Zeit für ein kleines Resümee. Getreu dem Motto: unterschätze niemals Dein Pferd.

War ich doch in dem Glaubem, alles bestens vorbereitet zu haben für meinen Pflegefall, welcher zu Magengeschwüren neigte. Ausreichend Magnoguard eingekauft, das Rezept für das selbstgekochte Mash parat, alle Zutaten eingekauft – es konnte losgehen. Kurzfristig gab es eine Planänderung, da ich mich doch entschlossen hatte, mein Pferd selbst zu transportieren, um auf direktem Weg fahren zu können und ihm unnötig lange Fahrzeiten zu ersparen.

So sind wir also an einem Freitag morgens gegen 04:30 Uhr gestartet und nach 650 km Fahrt am frühen Nachmittag angekommen. Die Fahrt verlief problemlos, mein Pferd fing schnell an zu fressen und stand die ganze Zeit ruhig auf dem Anhänger. Im neuen Zuhause angekommen, kletterte er zwar aufgeregt, aber eher neugierig vom Anhänger, schaute sich kurz sein neues Zuhause an und fing an zu fressen. Wow, dachte ich. Und das bei einem Magengeschwür-Kandidaten, so kann es weitergehen!

So ging es auch weiter – zumindest die ersten zwei Wochen. Henry gewöhnte sich „augenscheinlich“ schnell ein, fraß gut, und auch die neuen Kumpels waren ok. Ich habe ihm trotzdem zur Sicherheit Magnoguard gefüttert, aber nicht in der Höchstdosis. Es verlief also alles entspannter, als ich erwartet hatte.

Aber es wäre ja nicht Henry, und die Telefonleitung bei Iwest würde nicht schon meinen Namen klingeln, wenn es nicht doch Probleme gab. Und die fingen nach genau zwei Wochen an. Im Nachhinein könnte ich mich selbst ohrfeigen, dass ich daran nicht gedacht habe. Aber mit einem Umzug hat man auch genügend andere Dinge im Kopf und vergisst schon mal die ein oder andere Eventualität.

Denn: Bisher waren wir mehrfach immer zwei Wochen im Urlaub, mein Pferd kannte es daher, woanders zu übernachten. Aber eben immer nur zwei Wochen. Und ja, er kann rechnen – Pferdeleute wissen das, andere glauben es nicht. Und ich sehe es zweimal jährlich bei der Zeitumstellung, wenn er vor seinem Futterautomaten steht und dieser das Futter nicht ausspuckt.  Und so kam es, wie es leider kommen musste – die zwei Wochen waren um, und wir fuhren nicht nach Hause, zu seinen alten Kumpels und in die gewohnte Umgebung. Langsam, aber stetig, verweigerte er immer mehr das Heu, auch seinen Hafer rührte er nicht an. Die neuen Kumpels auf dem Auslauf waren uninteressant, er hielt sich abseits und stand zumeist am Tor…Natürlich hat er in der Zeit auch rapide abgebaut.

Ok, zwar kannte ich es, dass er immer mal schlecht frisst, aber das wurde doch jetzt etwas viel. Also das Magnoguard flugs erhöht, täglich Mash gekocht, drei alternative Heusorten herangeschafft (die Waschanlage hat sich bei der Innenreinigung bedankt) und soviel Zeit bei ihm verbracht, wie es nur möglich war. Langsam, sehr langsam hat er sich gefangen – und ich freute mich wie ein Schneekönig über jeden Halm Heu, den er gefressen hat. Auch diese Phase hat fast drei Wochen gedauert, bis wir wieder auf seiner „Normalration“ Heu waren und das Heunetz abends nur noch Reste zeigte, wenn ich kam.

Jetzt, fast 6 Wochen nach unserem Umzug, frisst er annähernd normal und wir haben wieder mit leichter Arbeit angefangen. So langsam finden sich auf dem Auslauf auch Spielkameraden, und ich hoffe, dass es so langsam, aber stetig weiter bergauf geht. Sicherlich wird er noch einige Zeit benötigen, um wirklich anzukommen. Und vorsichtshalber bekommt er auch weiterhin Magnoguard – und ich koche mehrmals wöchentlich Mash für ihn. Aber wir sind auf einem guten Weg. Und wie heißt es so schön: der Weg ist das Ziel

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